September 2007


Eingewachsen Impressionen
Der Mini-Multi-Cache Eingewachsen lädt ein zu einem Spaziergang an die Elbe ein.
Zu bewundern gibt es diverse Bäume, die zeigen, daß die Natur eben doch letztlich gewinnt – auch wenn man ihr Zäune in den Weg stellt….

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Ich habe die Cacheempfehlungsliste grundsätzlich überarbeitet und gleich mit reingeschrieben, was jeweils an den Caches besonders ist.

Inklusive Verlinkung auf eventuell vorhandene Blog-Berichte über den jeweiligen Cache.

Abgerundet wird die Übersicht durch die Entfernung von Hamburgs Zentrum.

So ist die Liste deutlich Übersichtlicher.

GSAK bietet schier unendliche Möglichkeiten bei der Benennung von Wegpunkten. In der Praxis hat sich jedoch folgendes Schema bewährt (Erklärt am Beispiel des Caches Eingewachsen)

Name: „J7MQ MM 22“
Kommentar: „Eingewachsen“

Erklärung

Der Name setzt sich dabei zusammen aus dem GC-Code ohne das „GC“.
Dann folgt der Cachetyp (Multi, Traditional) und schließlich die Cachegröße (Large, Regular, Small, Micro, Unknown) jeweils abgekürzt auf den ersten Buchstaben.
Dann kommen Difficulty und Terrain.
Und als letztes kommt ein „*“ bei Caches mit korrigierten Koordinaten.

Im Kommentar kann man dann z.b. den Cachenamen unterbringen und/oder den Hint.

Warum so?

An Hand dieser Angaben kann man schon einiges ablesen. z.B. wenn man in Eile ist, braucht man für einen Difficulty oder Terrain 5 gar nicht erst anhalten…
Aber auch die Information, ob es sich um einen Multi, Traditional oder Mysterie handelt ist sofort sichtbar.
Bei einem gelösten Mysterie kann man in GSAK korrigierte Koordinaten eintragen – dies wird auch angezeigt durch ein „*“ hinter dem Difficulty/Terrain. Davon mache ich oft gebrauch, da ich Mysteries nicht erst löse, wenn ich in die Gegend fahre sondern oft schon Tage/Wochen vorher – und so kann man selbst im GPS schon sehen, ob man diesen Cache bereits gelöst hat.

Die Cachegröße hilft oft auch schon, mögliche Verstecke auszuschließen.

Bleibt die Frage, warum man nicht z.b. Smartnames oder den abgekürzten Klartextnamen des Caches benutzen sollte.
Smartnames sind leider nur für die eigene GSAK-Datenbank eindeutig – soll heissen, wenn man mit mehreren Geocachern losfährt, hat ein und derselbe Cache eventuell unterschiedliche Smartnames und man verbringt dann viel Zeit damit, jeweils den nächsten Cache zu bestimmen.

Abgekürzter Klartextname? Klartextnamen lassen sich besser merken als J7MQ – aber man sollte es vermeiden an einem Tag mehrere Caches einer Serie zu suchen, die sich nur in einer laufen Nummer unterscheiden wie z.b. „Montezumas Revenge Part 1“. Diese Cachenamen kann man im GPS nicht mehr unterscheiden, da der Wegpunktname auf 12-14 Zeichen begrenzt ist (je nach Gerät)
Durch Nutzung des GC-Code ist und bleibt der Cachename eindeutig.

Einstellung in GSAK


Waypoint name "%drop2 %typ1%con1 %dif1a%ter1a%correct=*%children %drop2 %c_Prefix %c_Code1"
Cache Desccription "%Shortname=10 %hint%children %c_Name"
Problem Characters to remove from description "öäüÖÄÜß"
Maximum Characters 14

Die Wegpunktlänge 14 gilt für ein Garmin GPSMAP 60cx.
Achtung: in untenstehender Grafik passten nicht die kompletten Einstellungen in die Eingabefelder!! Also unbedingt von oben kopieren/abschreiben.
GSAK Wegpunktnamen

Michael ZielinskiDer Sandman von Dosenfischer.de Blog hat mit mir ein Interview geführt, welches HIER nachzulesen ist.

Gefragt hat er nach den Anfängen meiner Cacherlaufbahn, dem 24 Stunden Weltrekord, Vorlieben und vielem mehr…

Leider kann ich nicht verkünden, daß geocaching.com endlich eine mehrsprachige Website hat, aber dafür gibt es bei www.Zwanziger.de eine gut gemachte Übersetzung der wichtigsten Bestandteile von geocaching.com:

  • Erste Anmeldung
  • My Account
  • Cachebeschreibungen Suchen
  • Cachebeschreibungen lesen
  • Cache online loggen

Für jeden der Englisch nicht so gut versteht, eine willkommene Hilfestellung.

Sobo Rieseneiche

Ein Cache 83 km nördlich von Hamburg
Bei einer Tour mit Sobo standen auch ein paar Spaziergeh-Caches an. Aber mit so etwas hatten wir hier nicht gerechnet.
Fairy Tale 14
Von weitem sah ich einen Baumstamm am Boden liegen. Als wir dann die Riesen-Eiche wahrnahmen, wurde klar, daß der vermeintliche Baumstamm am Boden nur ein abgebrochener Ast der Eiche war…

Da die Eiche mitten im Wald steht, bekommt man sie nicht komplett auf ein Foto – daher musste der Stamm ausreichen…

Unterwassercache GC1611A

Wer das extreme liebt kann jetzt neben den nur per Paddelboot erreichbaren Caches in Hamburg auch schwimmen/tauchen gehen.
Der Cache versenkt von R2D2 ist nur schwimmend/tauchend zu erreichbar. Tauchausrüstrung ist aber nicht erforderlich.

Nachdem es bereits die Landesgrenzen für Hamburg gibt, hat Kai Breker nun auch
Kiel und
Schleswig Holstein ohne Helgoland
zur Verfügung gestellt.

Zwar hat Geocaching.com jetzt auch für Deutschland die Bundesländer eingestellt, aber es wird wohl noch etwas dauern, bis alle Caches darüber suchbar sind, da der jeweilige Cacheowner dazu den Cache selber editieren und das jeweilige Bundesland auswählen muß.

Michael WamS Artiel

Schatzjagd mit Satellitenhilfe

von Sebastian Bertram

Ein neues Freizeitvergnügen begeistert immer mehr Hamburger: Mit modernen Navigationsgeräten durchstreifen sie die Stadt – auf der Suche nach kleinen Plastikdosen oder Kisten, die sich in geheimen Verstecken befinden

„Hoffentlich guckt kein Geomuggel zu“, sagt Michael Zielinski und schaut sich um – keiner darf ihn dabei beobachten, wie er das kleine Filmdöschen wieder in seinem Versteck an der Mauer der Nikolaikirche verschwinden lässt. Zielinski ist ein so genannter Geocacher, der mit einem GPS-Empfänger in seiner Freizeit auf satellitengestützte Schnitzeljagd geht. Neugierige „Geomuggel“ – also Menschen, die mit dem Hobby nicht vertraut sind – könnten dabei schnell zu Spielverderbern werden.

„Es gibt Verstecke in der Stadt, die sollte man lieber nur früh morgens oder spät abends aufspüren“, sagt Zielinski. „Sonst ist die Gefahr zu groß, dass Passanten sie auffliegen lassen.“ Das englische „cache“ bedeutet nämlich so viel wie „geheimes Lager“. Diese zu finden, soll allein den mit GPS ausgestatteten Schatzsuchern vorbehalten bleiben. Denn sobald ein Geocacher das zu suchende Plastikdöschen oder Kistchen versteckt hat, gibt er die Koordinaten des Lagers auf einer einschlägigen Internetseite ein. Die Mitspieler müssen mit den Daten nur noch ihr GPS-Gerät füttern – und schon kann die Jagd nach dem Schatz beginnen.

Kniffeliger wird es für sie, wenn die genauen Koordinaten erst über das Lösen eines oder mehrerer Rätsel herauszubekommen sind. Zuweilen bedarf es gleich mehrerer Stationen, um den gesuchten Ort ausfindig zu machen. Ist ein Geocache aufgestöbert, trägt sich der Finder mit Name, Datum und Uhrzeit in ein Logbuch, das sich in dem versteckten Behältnis befindet. Ein Ritual unter Geocachern ist es oftmals, kleine Gegenstände – etwa Schlüsselanhänger – in ihnen zu hinterlassen, um sie untereinander zu tauschen.

„Für mich ist beim Geocachen immer der Weg das Ziel“, sagt Michael Zielinski, der mit mehr als 5430 gefundenen Verstecken der dritterfolgreichste Geocacher Deutschlands ist. „Ich gelange auf diese Weise an Orte, die ich sonst nicht zu Gesicht bekommen würde.“ Zudem lerne man bei der Suche auch viel über die Umgebung der gesuchten Plätze – denn zur Lösung der Rätsel müssen oft Fragen zur Geschichte von Bauwerken oder Landschaften beantwortet werden.

Der 36-jährige IT-Spezialist Zielinski, der auch selbst gern Geocaches an geheimen Stellen platziert, hat in Hamburg bereits mehr als 600 „Schätze“ gehoben. Sie lagern unter Brücken, an Geländern und Häuserwänden – sogar in einem Paternoster. Häufig führt die High-Tech-Schnitzeljagd auch in die freie Natur. Im Niendorfer Gehege etwa gibt es ein Versteck auf einem Baum, an das die Suchenden nur mit Kletterausrüstung gelangen. Für das Aufspüren eines Caches am Elbstrand benötigt der Schatzsucher eine Schaufel – vorausgesetzt es ist gerade keine Flut.

Die Hansestadt gilt als Hochburg der deutschen Geocaching-Gemeinde. Rund 100 Hamburger streifen regelmäßig mit ihren GPS-Empfängern durch die Stadt. Die meisten von ihnen gehören dem „Hanseatic Caching Team“ an, deren Mitglieder sich einmal monatlich zum Erfahrungsaustausch treffen. „Es sind die unterschiedlichsten Leute dabei“, sagt Zielinski. „Manche von ihnen können gerade mal die Tasten des GPS-Geräts bedienen, andere sind richtige Technikfreaks.“

Vor fünf Jahren hat Zielinksi über das Radfahren zu seinem Hobby gefunden. Das GPS-Gerät sollte zunächst nur die Karte ersetzen – dann stieß er im Internet auf die Möglichkeit des Geocachings. „Mittlerweile gehe ich nicht mehr ohne Empfänger aus dem Haus. Schon auf dem Weg zur Arbeit halte ich Ausschau nach geeigneten Versteckmöglichkeiten.“ Und auch im Urlaub darf der Satellitenkontakt nicht fehlen: Mit seiner Freundin, die ebenfalls begeisterte Schnitzeljägerin ist, erklomm er auf der Suche nach einem Geocache schon mal einen Berg auf den Kanaren.

Der Einsatz, den Geocacher für ihr Hobby an den Tag legen, ist unterschiedlich hoch. Sowohl beim Suchen als auch Verstecken. Einige Mitglieder der Schatzsuchgemeinde platzieren gar falsche Gullideckel, in denen sie die Caches verstauen. Andere verstecken das Plastikdöschen mit dem Logbuch in einem Schilderrohr, aus dem es über einen Nylonfaden erst herausgezogen werden muss. In der Nähe des Rödingsmarkts haftet ein winziges, mit einem Magneten versehenes Metalldöschen an der Rückseite eines Brückengeländers.

„Es gelingt immer wieder, jemanden zu überraschen“, sagt Zielinski. Er hat keine Angst davor, dass immer mehr Menschen seinem Hobby verfallen. „Zwar besteht bei Ex-Geomuggeln anfangs die Gefahr langweiliger Verstecke. Aber je mehr mitmachen, desto größer ist der Spaß.“

Bild und Artikel wurden mir freundlicherweise zur verfügung gestellt. Original ist er in der Welt am Sonntag erschienen.
Foto: Bertold Fabricius

In der Welt am Sonntag vom 16.9. wird es voraussichtlich gibt es einen Artikel über Geocaching in Hamburg mit Michael Zielinski geben.
Schatzjagd mit Sattelitenhilfe

Der Artikel wird ein paar Tage später auch hier zu lesen sein.

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