Januar 2018


Die Fenix 5x hat eine tolle Akkulaufzeit – aber bei einer 24h Wanderung reciht das nicht aus und man muss unterwegs nachladen. Leider ist der Stecker der fenix so angebracht, dass man sie mit dem Ladekabel nicht bzw nur schlecht am Arm tragen kann. Daher habe ich versuch, mir aus einem Ladekabel und etwas Sugru eine Variante zu bauen, die man auch unterwegs am Arm tragen kann.

Diese Anleitung funktioniert bisher für: Fenix 5x, Fenix 5, Fenix 5S und die Forerunner 935

Ich habe dazu mit einem Seitenschneider die Ummantelung des Stecker geöffnet und auch Teile des Steckers um ihn so schmal wie möglich zu bekommen.

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Anschließend habe ich mit etwas Sugru eine Platte bzw Hülle für den Stecker gebaut.20171118_124919_0120171119_093243_01_0120171119_093311_01_01

mit diesem Sugru-Stecker kann ich nun die Uhr auch am Handgelenk aufladen, während ich damit unterwegs bin.

 

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Toll wäre es natürlich, wenn es so einen abgewinkelten Stecker mit Grundplatte gleich zu kaufen gäbe….

 

 

 

 

 

 

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Generell

Bei einer Wanderung von 24 Stunden dürften die meisten elektronischen Geräte an ihre Batterie-Grenzen kommen.

Daher zeichne ich auch bei Testwanderungen deren Ladestände vor und nach der Wanderung auf. Zusätzlich notiere ich mir, welche Einstellungen ich beim jeweiligen Gerät vorgenommen habe um den Stromverbrauch zu minimieren. So kann ich nach ein paar Testwanderungen bereits sehen, nach welcher Zeit ich Handy/GPS über eine Powerbank nachladen muss.

Ich habe mir in Google Tabellen eine Rechenhilfe gebaut, die mir aus den erfassten Daten die voraussichtliche Laufzeit bis zum kompletten entladen berechnet. So kann ich auch sehen, ob einmal aufladen reicht (Laufzeit über 12 Stunden), oder ob ich sogar mehrmals nachladen muss. Hier Beispielhaft die Auswertung nu für die Fenix 5X.

Fenix Laufzeiten

In der Spalte H steht dabei die Laufzeit bei 100% Akkuverbrauch. Der test am 10.11. zeigte dabei nur 8.33 Stunden an – ganz schön kurz. Eine kleine Änderung bei der Kartenansicht hat die Laufzeit dann verdoppelt. Ich verzichte beim Megamarsch einfach auf den Komfort, dass die Karte in Gehrichtung gedreht wird, weil das zu sehr am Akku saugt und stelle statt dessen die Karte auf nach Norden ausgerichtet ein. Aber auch das ausschalten von Glonass dürfte noch etwas die Laufzeit verbessert haben. Ein paar Ideen für zu checkende Einstellungen:

GPS/Sportuhr

  • GPS Genauigkeit auf GPS stattt GPS/Glonass
  • Trackpunkte alle 1 Sekunden oder Intellligent aufzeichnen
  • Hintergrundbeleuchtung an für x Sekunden – hier kann man einen Sinnvollen Wert suchen – kürzer ist besser.
  • Hintergrundbeleuchtung auf x %
  • Tracking für Routenverfolgung an/aus ( Ich lade den track des Marsches auf die Uhr und lasse mich dann routen d.h. die Uhr piept wenn ich vom Weg abkomme – aber dieser Komfort verbraucht bestimmt auch Batterieleistung)
  • Ultratrack – so bezeichnet Garmin eine besonders batteriesparende Aufzeichnungsart – dadurch wird aber der GPS Track deutlich ungenauer, weil das GPS nur alle paar Minuten eingeschaltet wird statt durchzulaufen. Ich zeichne lieber mit hoher Genauigkeit auf und nehme das Nachladen in kauf.

Handy

  • Stromsparmodus – je nach Hersteller kann man hier viel Feintunen z.B. dass einige Apps nie im Hintergrund weiterlaufen dürfen – lediglich unterwegs unbedingt benötigte Apps sollten davon ausgenommen werden (z.b. Whatsapp um die Liebsten unterwegs auf dem Laufenden zu halten oder Karten/Tracckingappps)
  • GPS an/aus
  • Hintergrundbeleuchtung
  • nicht benötigte Apps beenden
  • Podcast / Musik unterwegs – per Kabel oder Bluetooth?

 

GPS auch beim aufladen?

Handys laufen normal weiter beim Aufladen über USB aber manches GPS/Sportuhr unterbricht dabei die Track-Aufzeichnung. Damit man nachher nicht überrascht ist, sollte man das vorher ausprobieren. Wenn die Aufzeichnung unterbrochen ist, kann man sich immernoch behelfen, indem man z.b. nur in den Pausen bei den Verpflegungsständen nachlädt (hier wird allerdings die Zeit zum nachladen knapp wenn man nicht gerade eine Stunde am VP bleibt.) Ich selbe benutze zum Track-Aufzeichnen eine Garmin Fenix 5X – die zeichnet die Aktivität weiter auf während man sie per Kabel auflädt. Einige Laufuhren zeigen Bildschirmfüllend den Akkustand beim Laden an – das kann ein Indiz sein, dass diese Uhr die Aufzeichnung der Aktivität unterbricht.

 

Powerbank Kapazität

Wenn man nun weiß, wie lange die Geräte jeweils durchhalten, sollte man sich seine Powerbank nochmal genauer ansehen.

Zu diesem Zweck habe ich mir die Daten der bei mir im Haushalt existierenden Powerbanks und Geräte für unterwegs aufgeschrieben – vor allem die Akkukapazität im mAh.

Die Powerbank sollte mindestens folgende Kapazität haben:

Aufladungen Uhr * mAh Uhr + Aufladungen Handy * mAh Handy = Powerbank mAh

1 * 430 + 1 * 3000 = 3430 mAh (der Einfachheit halber habe ich mit jeweils einmal nachladen für Uhr/Handy gerechnet)

Um sicherzugehen sollte die Powerbank aber noch ein paar Prozent mehr an mAh bieten da das Aufladen der Geräte mit Verlusten behaftet ist. Ich würde in diesem Fall auf mindestens 5.000mAh gehen – das sollte man sich auf jeden Fall selber anhand seiner eigenen Geräte / Testwanderungen ermitteln.